29. Magdeburger Open
Geschrieben von Klaus K. Haverkamp am 13.10.2024 um 18:08
Nach 2014 und 2015 nahm ich zum dritten Mal am Magdeburger Open teil; Dirk war zum sechsten Mal dabei. Die Veranstalter freuten sich zum zweiten Mal in Folge über mehr als 200 Teilnehmer, davon 112 in der Ottonen-Gruppe (A) und 89 in der Editha-Gruppe (B, DWZ <= 1700). Damit war der Saal im Hegel-Gymnasium bis zum letzten Platz gefüllt. GM und IM blieben allerdings fern, vermutlich wegen der fehlenden "Konditionen".

Aufgrund meiner in Pardubice um 60 Punkte geschrumpften Elozahl war ich im Rennen um einen Ratingpreis, auch noch nach dem Dämpfer in der vierten Runde, als ich in aussichtsreicher Position zeitnotbedingt eine Figur einstellte. Dazu brauchte ich in der letzten Runde einen Sieg mit Schwarz. Tatsächlich endeten alle anderen relevanten Partien in meinem Sinne. Im Mittelspiel erreichte ich eine gewisse Initiative, die sich im Endspiel wieder verflüchtigte. Als ich mich schon mit einem Remis abgefunden hatte, ergab sich nach fast fünf Stunden Spielzeit (mit 2 Minuten auf der Uhr) noch eine goldenen Gelegenheit. Doch ich ließ mich bluffen, spielte es sicher und die Chance war vertan, es blieb beim remis.

Endstand (Ottonen-Gruppe):
1. FM Nico Stelmaczyk [GER] 6,5/7
2. Thai Quang Ngo [VIE] 6 (+5 =2)
3. FM Vinzent Spitzl [GER] 6 (+5 =2)
4. Benjamin Wagner [GER] 6 (+6 -1)
39. Klaus Haverkamp [GER] 4 (+3 =2 -2)
59. Dirk Angermünde [GER] 3,5 (+3 = 1 -3)

7 Runden Schweizer System, 112 Teilnehmer, 8 FM, 1 WIM, Tabelle, Turnier-Homepage

Diagramm: 7. Runde, M. Görgens - KKH nach 52. Se5-c6?. Ich hätte nun einen 200€-Zug spielen können.


Am Montag nach dem Turnier entdeckten wir noch Emanuel Lasker auf dem Domplatz im Rahmen der Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach" (Link). Leider kam ich nicht auf die naheliegende Idee, mich fürs Foto an den Schachtisch zu stellen.
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