Schack i Sverige
Geschrieben von Marc Boxberg am 25.08.2025 um 22:11
Schach in Schweden, denn nicht nur in Frankreich, sondern auch in Schweden spielen Mitglieder unseres Vereines Turniere mit. Ich bin zur Zeit beruflich für ein paar Wochen in Göteborg und da traf es sich ganz passend, dass der SS Manhem, welcher gerade mit der ersten Mannschaft in die Superettan, die zweite Liga in Schweden, aufgestiegen ist, im Sommer wöchentlich Blitzturniere und am vergangenen Wochenende noch ein großes Open mit fast 300 Teilnehmern ausgerichtet hat.

Bei den Blitzturnieren (Bedenkzeit 3+2) am 6.8. (Ergebnisse), 13.8. (Ergebnisse) und 20.8. (Ergebnisse) nahm auch Stephanie teil. Bereits am ersten Termin kam es in der zweiten Runde zum spannenden Duell der einzigen beiden deutschen Teilnehmer. In der Leben-oder-Tod-Variante der Kaiser-Boxberg-Eröffnung ergab sich allerdings nach 1. Sf3 Sf6 2. Sc3 Sc6 3. Sg1 Sg8 4. Sb1 Sb8 5. Sf3 Sf6 6. Sc3 Sc6 7. Sg1 Sg8 8. Sb1 Sb8 9. Sf3 eine frühe dreifache Stellungswiederholung. Der letzte Termin war gleichzeitig auch die Bezirksblitzmeisterschaft von Göteborg, bei der ich einen Ratingpreis gewinnen konnte (ein großer Becher Räkröra Höraborg). In der ersten Runde dieses Turniers hatte ich einen CM mit 2140 Elo am Rande einer Niederlage, die nur dadurch verhindert wurde, dass, als wir beide nur noch mit Inkrement spielten, meine Platte fiel, als ich versehentlich eine Figur umstieß. Interessant ist im übrigen, dass es in Schweden üblich ist, bei den Turnieren eine gerade Anzahl an Partien zu spielen. Bei den Blitzturnieren waren es zum Beispiel zehn Runden.

Auch interessant war der Modus beim Avenyn Open, welches am vergangenen Wochenende stattgefunden hat. Das Turnier begann am Freitagabend mit vier Runden Schnellschach (15+5) und ging am Samstag und Sonntag mit je zwei Runden mit Bedenkzeit Fischer kurz (90+30) weiter. Eine, wie ich finde, spannende Idee die ersten Runden im Schweizer System, die oft durch einseitige Partien dominiert werden, spannender zu gestalten. Ich war mit meiner Elo ganz knapp unter dem Grenzwert von 1750, welcher es mir erlaubte zwischen der Hauptgruppe und der „lilla“ (dt.: kleinen) Gruppe zu wählen. Ich entschied mich für letztere und erreichte mit guten 6 Punkten aus den acht Runden einen guten siebten Platz von 84 (Ergebnisse Open und Lilla Open).

Insgesamt liest sich meine Bilanz des „Schack i Sverige“ mit 51% gewonnenen Partien bei 10% Remis und nur 39% Verlust also ganz positiv. Alle Details dazu gibt’s hier.
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